Chrome

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Chrome iPhone AppsGoogles seit Ende 2008 erhältlicher Desktop-Browser, kann seit längerem auch auf dem iPhone verwendet werden. Ein Testbericht über die mobile Variante von Chrome darf in dieser AppGuide Bestenliste natürlich auf keinen Fall fehlen. Bahnbrechende Innovationen bezogen auf den schematischen Aufbau eines Browsers sind eher selten.

Chrome iPhone Apps

Im Laufe der Jahre hat sich ein typisches Erscheinungsbild eines Browsers verfestigt: Im oberen Bereich ein paar Navigationstasten, die Adresszeile und ein Eingabebereich für Suchanfragen. Das für herkömmliche Computer sehr gut funktionierende Schema muss für Smartphones aufgrund der begrenzten Displaygröße neu durchdacht werden. Dies ist Google mit der Chrome App sehr gut gelungen: Allein die Verschmelzung der Eingabefelder von Adresszeile und Suche erlaubt dem Browser alle wichtigen Tools und Funktionen minimalistisch in nur einer Leiste darzustellen. Sobald Chrome gestartet wird findet man in dieser Leiste, neben der kombinierten Adresszeile, nur drei weitere Knöpfe: Eine "Zurück"-Taste und jeweils ein Button für das Hauptmenü und für die Tabverwaltung. Sehr gefallen hat uns, dass die selten verwendete "Vor"-Taste erst eingeblendet wird, sobald diese eine Funktion hat. Im Bereich Tabs geht Google erfreulicherweise neue Wege und nimmt Abstand von der gewohnten Darstellung von offenen Tabs. In Chrome werden Webseiten in verwendeten Tabs als Vorschaubild (Thumbnail) in einer animierten Liste dargestellt. Öffnet man einen neuen Tab, zeigt dieser entweder die gekachelten Vorschaubilder der zuletzt geschlossenen Webseiten oder wahlweise die eigenen Bookmarks an. Die Tab-Anordnung empfanden wir persönlich als äußerst komfortabel. Sehr gefallen hat uns zudem die Möglichkeit, über das Hauptmenü die Desktop-Version einer mobilen Webseite anfordern zu können. Dadurch entfällt das lästige Suchen nach der Umschalttaste auf einer Seite, die mobil nicht dasselbe Angebot bietet, auf das man über einen Desktop-Browser problemlos Zugriff hat. Eine weitere hilfreiche Erleichterung für jene, die Chrome als primären Browser auf dem Rechner verwenden, ist die bereits bekannte Synchronisation von Bookmarks. Negativ aufgefallen sind uns bei unseren Tests erwartungsgemäß die datenschutzrechtlichen Belange: Wer nicht möchte, dass Google anonyme Daten zum persönlichen Surfverhalten erhebt, sollte den "Inkognito"-Modus verwenden, da dieser laut Google den Verlauf nicht protokolliert. Ein weiteres, jedoch nicht wirklich gravierendes Manko, das uns bei unseren Tests aufgefallen ist: Öffnet man mit Chrome eine etwas leistungsintensivere Webseite, ruckelt die Darstellung beim Scrollen ein wenig. Ansonsten stellt Google mit der iOS-Variante von Chrome einen grundsoliden Browser bereit.


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Letzte Änderung am Montag, 19 Januar 2015 11:48
Piyal Ranasinghe

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